reisen

Montag, 9. Juli 2007

Rückschau

Endlich komme ich dazu die letzte Woche halbwegs aufzuschreiben:

Samstag, 30. Juni:

Ich fahre um 14.irgendwas Uhr mit einer Freundin einen guten Freund in Tübingen besuchen und nehme das ract!-Festival direkt noch mit. Eigentlich, weil Olli Schulz da auftritt. Der hatte nur leider einen Bandscheibenvorfall. Schade. Da der Herr Schulz aber beim GHvC unter Vertrag ist, springt kurzerhand der Sänger von Tomte, Thees Uhlmann ein. Auch gut.

Nach einer viel zu kurzen Nacht auf halbblankem Boden, bin ich dann am Sonntagabend nach München zur Prüfung an der FH gefahren. Zimmer gleich gefunden und überrascht gewesen: Das schwule Pärchen, das mir das Zimmer vermietete, bestand aus einem Franzosen (ja, ich weiß: Klischee) und einem aus meiner Gegend stammendem Schwaben (nein, kein Klischee).

Montagmorgen dann bepackt wie ein Esel zur FH gelaufen und völlig verschwitzt angekommen. Wie ich einen Tag später herausbekam, wäre auch ein Bus gefahren. Grummel.
Die Aufgaben waren ungefähr wie folgt:
  • Aus einem recht langweiligen Bild zwei für mich interessante Ausschnitte einzeichnen
  • Piktogramme zu den Themen Bewegung, Hindernis und Treffpunkt zeichnen
  • Mit Kreisen, Dreiecken und Linien die Begriffe Dynamik, Balance und Vorne und Hinten darstellen
  • Abstrakt mit Linien die Begriffe Spannung, Ordnung, Monotonie, Expansion, Lebensfreude und Zuneigung darstellen
  • Eine Gebrauchsanleitung für eine Geburtstagsparty zeichnen
  • Der Telekom drei neue Logos mit jeweils mindestens zwei Farben ausser Pink geben
  • Das Haus zeichnen, in dem man am Liebsten wohnen würde
  • Die Tiere haben die Weltherrschaft erlangt und wollen in einer Werbekampagne für die Vorzüge werben ("Lasst die echten Schweine regieren!", "VHS-Kurse: Genitalienlecken für Anfänger", "Hinmachen, wohin SIE wollen!", um nur einige zu nennen)
Ob noch was war weiß ich leider nicht mehr. Ab so ungefähr lief das da für zwei Tage. Dienstagabend dann trotz Bahnstreiks gut zu Hause angekommen, um mich nur wenige Tage später nach Kassel zu netten Menschen
auf den Weg zu machen. Wirklich schönes Wochenende gehabt und Kassel ein bisschen angeschaut. Und die Documenta ein bisschen. Da braucht man ja leider soviel Zeit für. Und Hirnwasser, das die ganzen Informationen aufnehmen kann.

Noch eine Wutunterdrückung aus München: Die ganzen zwei Tage saß ein wirklich sehr nettes Mädel neben mir und wir haben ständig auch während der Prüfung Quatsch gemacht. Als ich dann am letzten Tag meine Sachen zusammenpacke, fragt sie so: "Bist du denn eigentlich im StudiVZ?" und mein Gehirn möchte bei einem Puls von 243 nur antworten: "WAS? IM STUDIKZ? IN DIESEM SCHEISSVEREIN? NIIEEEMALS!" und was sage ich? "Nö." Ich hätte natürlich Handynummer, ICQ, Email weiß der Teufel was da lassen können. Nichts. Ich habe noch einen schönen Tag gewünscht und bin gegangen. Vor lauter Wut. Kein klarer Gedanke mehr. Dass immer noch Leute in diesem Scheißverein sind und andere dazu ermutigen. Hasssssss...
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Mittwoch, 20. Dezember 2006

Reisetag

Heute ist wieder ein kleiner Reisetag. Achthundert Kilometer bis nach Kiel, eine Nacht dort bleiben und dann wieder zurück. Zum Mappe abholen und "Prüfungsrelevantethemen" besprechen. Aha. Also gut. Fahr' ich halt mal kurz hoch. Dauert ja nicht lang...
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Freitag, 1. Dezember 2006

Kurztripp und Geburtstag

Spontaner Kurztripp nach Magdeburg. Guter Freund hat Geburtstag und ich fahre zum ersten Mal mit Mitfahrgelegenheit. Hui, bin ich aufgeregt ;-)
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Dienstag, 14. November 2006

Eine Odyssee

Der Plan war einfach: rein in den Zug, umsteigen, ankommen - fertig.

Die Umsetzung war, sagen wir mal, mangelhaft. Zunächst war ich völlig begeistert vom tollen Service der Bahn. So gab es zwar keine Direktverbindung vom Nachbarkaff nach Hamburg (umsteigen in Stuttgart wäre klar gewesen) aber immerhin konnte ich alles online erledigen: Buchung, Sitzplatzreservierung, Bezahlen und danach noch direkt bei mir ausdrucken. Fast zu schön um wahr zu sein.

Am Donnerstagabend dann folgender Dialog im Geschäft:
Ich: "Also, dann bis Montag, ich hab' ja morgen Urlaub!"
Kollege: "Was? Wieso das denn?"
Ich: "Ich muss kurz nach Hamburg, Bewerbungsunterlagen holen. Um 3.12Uhr fährt mein Zug."
Kollege: "Oh je, mit der Bahn? Da wärste wohl besser schon heute mittag losgefahren."

Der Wecker klingelt. 1.45Uhr. Ich stehe auf, richte meine restlichen Sachen und mich und fahre gegen 2.20Uhr los. Zeit wird knapp mit dem Auto, aber das wird schon. Ich bin zuversichtlich. Zehn Minuten später sieht das anders aus: Ich gerate kurz in Panik entscheide aber dann einfach schneller zu fahren - was soll's um die Uhrzeit.

In Stuttgart angekommen hektische Langzeitparkplatzsuche - noch zwölf Minuten und verfahren ist jederzeit drin.

Im Bahnhofsgebäude dann der Blick auf das Ticket: Gleis 9 bis Frankfurt. Blick auf die Anzeigetafel: 45 Minuten Verspätung. Haben sie mich also doch mal wieder verarscht.

Das denken sich auch zwanzig weitere Personen, die versuchen den deutlich (DEUTLICH!!) überforderten (und meiner Meinung nach auch weitestgehend inkompetenten) Typen hinter dem Schalter von der Dringlichkeit einer Ticketinformation zu überzeugen. Dieser wird daraufhin tatsächlich mehreren Personen gegenüber ausfällig und bleibt keinesfalls sachlich - was ich mir ehrlich gesagt so nicht hätte bieten lassen. Da wäre ein Schreiben an die Bahn aber oberste Priorität - sein Name inbegriffen. Service bei der Deutschen Bahn - das Geld ist hier sichtlich richtig angelegt. Unpünktlichkeit, Platzreservierung umsonst und Unfreundlichkeit ist die Bilanz. Immerhin gab es keine Probleme mit dem Onlineticket, aber da war ja auch keiner der Bahnleute involviert.

Der absolute Hammer war dann allerdings, dass der Zug doch noch kam - eben die 45 Minuten später - und der Typ bis dahin gebraucht hat uns zu sagen, dass wir "halt mal da einsteigen sollen". Die Anschluss verbindungen, die daraufhin im Zug durchgesagt wurden, waren auch sämtlich für den Allerwertesten: 6.23Uhr, Gleis 13, IC statt ICE, Richtung Hamburg. Wäre also meine Richtung gewesen. Gott sei Dank habe ich aber in Frankfurt scheinbar kompetenteres Personal erwischt, die mir sagen konnten, dass um 6.58Uhr ein ICE fährt, der aber EINE GESCHLAGENE STUNDE vor dem IC ankommt. Wäre ich direkt nichtsahnend in den IC gesessen hätte ich meine Mappe nicht mehr rechtzeitig bekommen, der Urlaub, das Geld, die Bewerbung, die ich gestern weggeschickt habe - alles wäre völlig für den Gulli gewesen.
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Montag, 24. April 2006

Einmal Fish'n'Chips, please!

FlughafenEs ist gerade Donnerstag Morgen. 2.30Uhr*. Ich sitze im Flughafen auf einer Heizung, der Rest der Gruppe schläft oder würde es zumindest. Während ich mitten in der Nacht beginne meinen kürzlich gekauften Harry Potter zu lesen, kommt mir der Gedanke statt dessen auch ein paar Notizen über die heutige Nacht, den Abend davor und die Reise generell zu Papier zu bringen. Um diese Uhrzeit ist es auf jeden Fall ziemlich ruhig auf einem Flughafen dieser Größe - wobei ich auf der anderen Seite auch kaum Vergleichflugäfen aufzuweisen habe. Vereinzelt liegen Menschen in Schlafsäcken auf dem Boden und versuchen die Ansagen zu ignorieren. Ich weiss nicht was sie dazu bewegt hat zu dieser nächtlichen Stunde auf dem Flughafen zu erscheinen, ich weiss aber sehr wohl warum wir hier sind:

Am Abend zuvor war die Rückfahrt zum eineinhalb bis zwei Stunden entfernten Flughafen alles andere als sicher. Per Tube und Bus, da wir für den Bus schon ein Retourticket hatten? Schwierig, die Tube fuhr erst ab 5.17Uhr*, der Bus hätte dann direkt und ohne Verspätung weiterfahren müssen, damit es noch funktioniert hätte.
Ein Taxi zur Busstation? Ein Taxi hätte so um die 60 £ gekostet. Das Geld war auch gerade noch drin, danach wäre aber jeder Pleite gewesen. Nachdem letztere Idee dennoch einstimmig beschlossen wurde, ging einer unserer Gruppe zur Rezeption unseres "Youth Hostels", um ein Taxi zu bestellen.
Nach mehrmaligem Hin und Her und Diskussion hatte der Typ an der Rezeption aber eine bessere Idee: ein Shuttlebus, der auf Anmeldung fährt und deutlich weniger kostet als alle Ideen davor und auch noch direkt zum Flughafen findet - genial. Der Haken an der Sache war, dass das ganze sich etwas unglaubwürdig anhörte, bedenkt man die Preise der restlichen Verkehrsmittel in London. Der zweite Haken: wir würden drei* Stunden vor Boardingbeginn am Flughafen ankommen. Nichtsdestotrotz haben wir mitten in der Nacht, wahrscheinlich zum Verdruss aller Anwesenden unseres Zwölf-Betten-Zimmers, unsere Sachen gepackt und sind müde und frierend an die Bushaltestellte gelaufen, an der dann auch tatsächlich besagter Bus angelangt war. Im Bus selber dann bin ich neben einem dicken seltsamen Menschen gesessen, wahrscheinlich auch deutscher Tourist, der direkt eineinhalb der eh schon eng bemessenen Fahrgastsitze beanspruchte. But finally we made it. Tatsächlich geschafft. Am Flughafen angekommen. Ersteinmal eine Ecke zum Schlafen suchen und danach wird versucht die restlichen Pfund in Gegenstände umzuwandeln.

To be Continued...

*Zeitangaben sind geschätzt, da nicht richtig verzeichnet oder schlichtweg vergessen
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Haomao

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