Einmal Fish'n'Chips, please!
Es ist gerade Donnerstag Morgen. 2.30Uhr*. Ich sitze im Flughafen auf einer Heizung, der Rest der Gruppe schläft oder würde es zumindest. Während ich mitten in der Nacht beginne meinen kürzlich gekauften Harry Potter zu lesen, kommt mir der Gedanke statt dessen auch ein paar Notizen über die heutige Nacht, den Abend davor und die Reise generell zu Papier zu bringen. Um diese Uhrzeit ist es auf jeden Fall ziemlich ruhig auf einem Flughafen dieser Größe - wobei ich auf der anderen Seite auch kaum Vergleichflugäfen aufzuweisen habe. Vereinzelt liegen Menschen in Schlafsäcken auf dem Boden und versuchen die Ansagen zu ignorieren. Ich weiss nicht was sie dazu bewegt hat zu dieser nächtlichen Stunde auf dem Flughafen zu erscheinen, ich weiss aber sehr wohl warum wir hier sind:Am Abend zuvor war die Rückfahrt zum eineinhalb bis zwei Stunden entfernten Flughafen alles andere als sicher. Per Tube und Bus, da wir für den Bus schon ein Retourticket hatten? Schwierig, die Tube fuhr erst ab 5.17Uhr*, der Bus hätte dann direkt und ohne Verspätung weiterfahren müssen, damit es noch funktioniert hätte.
Ein Taxi zur Busstation? Ein Taxi hätte so um die 60 £ gekostet. Das Geld war auch gerade noch drin, danach wäre aber jeder Pleite gewesen. Nachdem letztere Idee dennoch einstimmig beschlossen wurde, ging einer unserer Gruppe zur Rezeption unseres "Youth Hostels", um ein Taxi zu bestellen.
Nach mehrmaligem Hin und Her und Diskussion hatte der Typ an der Rezeption aber eine bessere Idee: ein Shuttlebus, der auf Anmeldung fährt und deutlich weniger kostet als alle Ideen davor und auch noch direkt zum Flughafen findet - genial. Der Haken an der Sache war, dass das ganze sich etwas unglaubwürdig anhörte, bedenkt man die Preise der restlichen Verkehrsmittel in London. Der zweite Haken: wir würden drei* Stunden vor Boardingbeginn am Flughafen ankommen. Nichtsdestotrotz haben wir mitten in der Nacht, wahrscheinlich zum Verdruss aller Anwesenden unseres Zwölf-Betten-Zimmers, unsere Sachen gepackt und sind müde und frierend an die Bushaltestellte gelaufen, an der dann auch tatsächlich besagter Bus angelangt war. Im Bus selber dann bin ich neben einem dicken seltsamen Menschen gesessen, wahrscheinlich auch deutscher Tourist, der direkt eineinhalb der eh schon eng bemessenen Fahrgastsitze beanspruchte. But finally we made it. Tatsächlich geschafft. Am Flughafen angekommen. Ersteinmal eine Ecke zum Schlafen suchen und danach wird versucht die restlichen Pfund in Gegenstände umzuwandeln.
To be Continued...
*Zeitangaben sind geschätzt, da nicht richtig verzeichnet oder schlichtweg vergessen
haomao - 24. Apr, 13:27

